Landschaftsschutzpark Cedynia

Einführung

Der Landschaftsschutzpark Cedynia wurde am 1. April 1993 geschaffen. Er umfasst ein Gebiet von 30.850 ha in den Gemeinden Chojna, Cedynia, Mieszkowice und Moryń. Die Pufferzone des Parks mit einer Fläche von 5310 ha liegt auf dem Gebiet der oben genannten Gemeinden sowie der Gemeinden Widuchowa und Trzcińsko-Zdrój. Die größte Besonderheit dieses Gebietes ist die große Vielfalt an Geländeformen auf relativ kleiner Fläche. Die Landschaft, die wir heute auf dem Gebiet des Landschaftsschutzparks Cedynia bewundern können, entstand vor ca. 12.000 Jahren während der letzten Eiszeit infolge der Aktivität des Inlandeises.

Der Landschaftsschutzpark Cedynia besitzt eine sehr abwechslungsreiche Landschaft. Die höchsten Gipfel der eiszeitlichen Moränenhügel erreichen eine Höhe von über 160 m (Zwierzyniec 167 m ü. M.), gleich daneben erstrecken sich aber Gebiete, die knapp über dem Meeresspiegel liegen. Noch tiefer befindet sich das Poldergebiet Żuławy Cedyńskie, das stellenweise sogar 0,3 m u. M. liegt! Die Westgrenze des Parks bildet das Odertal mit seinem stellenweise bis zu 100 m hohen Ufer.

Die Möglichkeiten für touristische Aktivitäten auf dem Gebiet des Parks sind sehr vielfältig. Dutzende Kilometer ausgeschilderte Wanderwege verlaufen entlang der Moränenhügel und der Steilkante des Odertals. Beinahe überall bieten sich fantastische Ausblicke auf die Überschwemmungsflächen an der Oder und die umliegenden Hügel. Perfekte Orte finden hier Freunde des Aktivtourismus (Wander- und Radtourismus), Ökotourismus und Geschichts- und Kulturtourismus. Begünstigt wird dies durch zahlreiche Naturdenkmäler, Wanderwege und Lehrpfade sowie außergewöhnlich interessante Orte, die mit der Geschichte der Region und ganz Polens, z. B. mit der berühmten Schlacht bei Cedynia im Jahre 972 oder dem Durchbruch an der Oder während des 2. Weltkrieges, in Verbindung stehen.

Karte

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Karte in hoher Auflösung (70,2 MiB)

Besonderheiten von Natur und Landschaft

Unter den Pflanzen, die im Park wachsen, steht rund ein Dutzend Arten unter vollständigem Schutz (u. a. die bereits im Mittelalter geschützte Europäische Eibe, die Elsbeere, das Wald-Geißblatt oder der Gemeine Schwimmfarn – die einzige in Polen vorkommende Wasserfarnart). Die interessanteste Gruppe unter den seltenen Pflanzen stellen wärmeliebende Arten und Steppenarten dar, die auf den stark sonnenexponierten Südhängen des Odertals hervorragende Entwicklungsbedingungen gefunden haben. Diese Arten bilden Trockenrasen, das Markenzeichen des Parks. Auf den Trockenrasen kann man Arten begegnen, die charakteristisch für mediterrane Gebiete sind. Unter diesen Arten sind Federgräser mit ihren charakteristischen langen Grannen und andere Arten wie Flaumeiche, Blauroter Steinsame, Krautiger Backenklee und Deutscher Alant, die außerhalb des Naturschutzgebiets Bielinek nirgendwo anders in Polen vorkommen. Die große Vielfalt der Geländeformen und das einzigartige Klima sorgen dafür, dass hier viele Tierarten, darunter geschützte oder vom Aussterben bedrohte Arten, hervorragende Entwicklungs- und Lebensbedingungen gefunden haben. Amphibien und Reptilien sind u. a. durch den Nördlichen Kammmolch, die Rotbauchunke, den Laubfrosch, den Seefrosch, die Schlingnatter und die Kreuzotter vertreten. In den Flüssen und Seen auf dem Gebiet des Parks kann man rund 30 Arten von Fischen beobachten (darunter Europäische Schlammpeitzger, Bachforellen, Forellen und Fluss- und Bachneunaugen). Die vielfältigste Gruppe auf diesem Gebiet sind allerdings Vögel – das Gebiet wird von 194 Arten bewohnt, v. a. von Seeadler, Fischadler, Rotmilan, Schreiadler, Schwarzstorch, Kranich u. v. a. Arten. Unter den hier lebenden Säugetieren stehen Wölfe, Biber, Fischotter, Igel und Fledermäuse unter Schutz.

Die interessantesten Naturschutzgebiete

Bielinek – Wald- und Steppenflora-Naturschutzgebiet mit einer Fläche von 75,5 ha, das im Jahre 1957 auf dem Gebiet der Gemeinde Cedynia mit dem Ziel geschaffen wurde, seltene Arten wärme- und trockenliebender Vegetation zu schützen. Das Naturschutzgebiet umfasst u. a. die steilen Hänge des Odertals und 12 malerische Schluchten. Im Sommer kann die Temperatur auf den südlichen, stark sonnenexponierten Talhängen stellenweise sogar 70 °C erreichen!

Świergotka-Tal (Dolina Świergotki) – Wald-Naturschutzgebiet mit einer Fläche von 11 ha, das 1988 auf dem Gebiet der Gemeinde Cedynia mit dem Ziel geschaffen wurde, einen Waldmeister-Buchenwald und einen Eichen-Hainbuchen-Wald zu erhalten und den Engpass des Flusses Świergotka zu schützen.

Zehdener Heide „Wiesław Czyżewski“ (Wrzosowiska Cedyńskie im. inż. Wiesława Czyżewskiego) – floristisches Naturschutzgebiet mit einer Fläche von 71,61 ha, das im Jahre 1985 auf dem Gebiet der Gemeinde Cedynia mit dem Ziel geschaffen wurde, in Mitteleuropa selten anzutreffende Heiden und Trocken- und Sandrasen zu schützen.

Fichtheider Seen (Jeziora Siegniewskie) – faunistisches Naturschutzgebiet mit einer Fläche von 23,08 ha (10,4 ha Wald und zwei Seen mit 12,68 ha), das 1988 auf dem Gebiet der Gemeinde Mieszkowice geschaffen wurde. In dem Naturschutzgebiet stehen Wasservögel und Wasser-, Röhricht- und Waldvegetation unter Schutz.

Auf dem Gebiet des Parks wurden viele geschützte Natur- und Landschaftskomplexe geschaffen (u. a. „Słubia-Tal“ [Dolina Słubi], „Nadelwaldbruch“ [Bór Bagienny], „Quellgebiet bei Cedynia“ [Źródliska koło Cedyni]) sowie geschützte ökologische Nutzflächen, von denen Folgende besondere Aufmerksamkeit verdienen: „Überschwemmungsfläche Kostrzyn“ (Kostrzyneckie Rozlewisko) – ein Auengebiet der Oder, das als Brutgebiet und Lebensraum von Vögeln, Amphibien, Reptilien und Säugetieren unter Schutz gestellt wurde, sowie das „Moor Mszarne“ (Torfowisko Mszarne) mit einer für Hochmoore charakteristischen Vegetation.

Naturattraktionen

Wegen der einzigartigen natürlichen Bedingungen, der riesigen Vielfalt der Geländeformen und der Existenz der zahlreichen Naturphänomene gilt der Landschaftsschutzpark Cedynia als besonders attraktiv in touristischer Hinsicht. Auf einer Fläche von vielen Kilometern finden wir hier besonders wertvolle Naturschutzgebiete, Denkmäler der belebten und unbelebten Natur, Rückzugsorte und Lebensräume der Sumpf- und Wasservögel sowie perfekt erhaltene glaziale Formen, die mehrere Tausend Jahre alt sind. Zu den wichtigsten touristischen Naturattraktionen des Landschaftsschutzparks Cedynia gehören:

Naturschutzgebiet Bielinek – der Wanderweg umfasst fast 5 km Strecke durch neun Schluchten, die sich tief in den steilen Rand des Odertals einschneiden. Eine Wanderung durch diesen Ort entführt uns in ein Klima wie in den trockenen und sehr warmen Steppen Asiens oder des fernen Osteuropas. Zu der speziellen Attraktion des Naturschutzgebiets gehören nicht nur die fantastischen Aussichten über einen großen Bereich des Tals, sondern auch die Möglichkeit, einzigartige Pflanzenarten zu sehen, darunter die für die mediterrane Region charakteristischen Flaumeichen.

Krzymów-Höhenrücken (Wzgórza Krzymowskie) – die vom dichten Wald der Sandheide (Puszcza Piaskowa) bewachsenen Moränenhügel sind ein perfekter Ort für Wander- und Radtourismus. Die ausgeschilderten Wanderwege führen uns u. a. auf die höchste Anhöhe des Landschaftsschutzparks – Zwierzyniec (167 m ü. M.). Hier kann man den „Bergcharakter” des Parks am besten spüren.

Zwillings-Findlinge (Głazy Bliźniaki) – die zwei große Findlinge wurden in der Sandheide durch den Gletscher zurückgelassen, der sich vor rund 14.000 Jahren zurückzog. Der größere Felsen – der Breite Stein hat einen Umfang von über 25 m, der kleinere – Kleiner Stein genannt – „lediglich” 10,5 m. An den Felsen kreuzen sich drei Hauptwanderwege von diesem Parkbereich.

Überschwemmungsfläche Kostrzyn (Kostrzyneckie Rozlewisko) – eine 750 ha große geschützte ökologische Nutzfläche, die an der Straße Nr. 126 von Osinów Dolny in Richtung Gozdowice liegt, gleich neben der charakteristischen Oderschleife, dem am westlichsten gelegenen Teil Polens. Es ist ein echtes Paradies für Liebhaber der seltenen Wasser- und Wiesenvögel. Mit ein bisschen Glück kann man hier u. a. Brandgänse oder Kampfläufer beobachten.

Słubia-Tal (Dolina Słubi) – einer der schönsten, wenn auch nicht ausgeschilderten Wander- und Radwege führt durch den unteren Verlauf des Flusses Słubia, zwischen Moryń und Stare Łysogórki. Die durch viele Schluchten durchgeschnittenen Hügel, malerischen Kurven und bis zu 20-30 m hohen Ufer bilden eine fantastische Landschaft, perfekt für romantische Spaziergänge und Landschaftsfotografie.

Der Geopark „Eiszeitland am Oderrand” wurde 2012 wegen der einzigartigen geologischen Besonderheiten und perfekt erhaltenen glazialen Formen in der Nähe der Oder gegründet. Der Hauptsitz und das touristische Bildungszentrum des Geoparks befinden sich im Ort Moryń, der gleich hinter der Grenze des Landschaftsschutzparks Cedynia liegt. Als eine spezielle Attraktion gilt die entlang der Uferpromenade am Morzycko-See geschaffte Allee der Stars des Pleistozäns mit Modellen von Säugetieren der Eiszeit in Echtgröße, wie etwa einem Mammut und einem Säbelzahntiger. Zum Geopark gehört ein Lapidarium, das an der Stadtmauer errichtet wurde, dort werden riesige Findlinge gezeigt, die in der Umgebung gefunden wurden.

Der Landschaftsschutzpark Cedynia umfasst auch die Fauna-Flora-Habitat-Gebiete (FFH-Gebiete) Untere Oder (PLH320037), Krzymów-Höhenrücken (PLH320054) und Moryń-Höhenrücken (PLH320055), die von der Regionalen Direktion für Umweltschutz in Stettin (Sz­cze­cin) verwaltet werden.

Kulturattraktionen

Im Bereich des heutigen Landschaftsschutzparks Cedynia und seiner nächsten Umgebung trafen seit Jahrhunderten zahlreiche Nationalitäten und Kulturen aufeinander – die von Polen und Deutschland sowie früher des Herzogtums Pommern und der Brandenburgischen Neumark. Jede von ihnen hat die Herausbildung des heutigen Landschaftsbildes der Region geprägt. Cedynia, Moryń, Chojna sowie zahlreiche ländliche Siedlungen haben teilweise ihre alte urbanistische Planung bzw. kostbare Objekte vom historischen Wert behalten können. Hier wurden im frühen Mittelalter steinerne Kirchen gebaut, die noch von Ritterorden wie die Johanniter oder Templer bzw. von den Zisterziensern gestiftet wurden. Auch hier, an der Stelle des charakteristischen Oderbruchs, fanden wichtige Schlachten statt, die für das Schicksal der Staaten und Grenzen entscheidend waren. Heute ist der kulturelle Reichtum der Region in vielerlei Hinsicht für ihre touristische Attraktivität von Bedeutung und bietet den Besuchern eine einzigartige Verbindung aus historischen Sehenswürdigkeiten und der Natur, die sie umgibt.

Zatoń Dolna – das Tal der Liebe – eine außergewöhnliche Parkanlage, die um die Mitte des 19. Jh. errichtet wurde und seit einigen Jahren sorgfältig rekonstruiert wird. Angelegt wurde das Tal der Liebe von Anna von Humbert, Gattin des Gutsbesitzers aus der nahegelegenen Ortschaft Krajnik Górny, auf einem Gelände, das über unzählige Hügel, Schluchten und Täler verfügte. Vom Anfang an war es für die Gründerin wichtig, den Park mit romantischen Elementen wie Altanen, Blumenpergolen, Teichen, Skulpturen und Bänken zu bereichern. Die Bewältigung der über drei Kilometer langen Route dauert etwa zwei Stunden. Von vielen Aussichtspunkten aus eröffnet sich ein Blick über das malerische Panorama des Odertales. Es ist mit Sicherheit der romantischste Ort vom ganzen Park.

Der Czcibor-Berg liegt etwa 3 km westlich von Cedynia. Auf seinem Gipfel steht ein Adlerdenkmal, zum Gedenken an den Sieg der Krieger des Herzogs Mieszkos I. von Polen und seines Bruders Czcibor über die Truppen des Markgrafen Hodo im Jahre 972 (Schlacht bei Cedynia). Von den Füßen des Denkmals eröffnet sich ein wunderschöner Blick über die Umgebung. Beim schönen Wetter beträgt die Sicht sogar bis 50 km.

Der Bereich des Nationalen Gedächtnisses umfasst Orte, die mit den Ereignissen vom April 1945 in Verbindung stehen, als die 1. Infanteriedivision Tadeusz Kościuszko über die Oder übersetzte, um sich mit der Roten Armee zu verbinden und anschließend Berlin zu stürmen. Heute erinnern an diese Geschichte das Museum der Erinnerungsstücke der 1. Armee der Polnischen Streitkräfte in Stare Łysogórki, ein Museum der Pioniere und Kampfunterstützungstruppen in Gozdowice sowie ein großer Soldatenfriedhof, auf dem rund 2000 polnische Soldaten bestattet sind, die bei Durchbruch an der Oder gefallen waren.

Steinerne Kirchen in der Umgebung von Cedynia, Moryń und Chojna sind ein charakteristisches Element der ländlichen Bereiche dieser Region. Sie wurden im ausgehenden 13. und im frühen 14. Jh. erbaut und tragen oft heute noch die Spuren des spätromanischen Stils. Die meisten von ihnen wurden aus grob gehauenen Findlingen errichtet, die vom Gletscher hierher transportiert wurden, und die heute noch zwischen den Moränenhügeln zahlreich vorhanden sind. Auf einigen Kirchengebäuden (u. a. in Moryń, Lubiechów, Dolsko) findet man geheimnisvolle Schachbretter – Zeichen, die mit den Templern oder Johannitern in Verbindung gebracht werden und deren Bedeutung immer noch nicht vollständig geklärt werden konnte.

Als einzigartige Orte auf der touristischen Karte des Parks und seiner Umgebung gelten auch die zahlreichen Park- und Schlossanlagen, die man u. a. in Mętno Małe, Krajnik Górny, Radunie, Stoki oder Krzymów besichtigen kann.

Die wichtigsten regelmäßigen Veranstaltungen im Bereich des Landschaftsschutzparks Cedynia

Feierlichkeiten zum Jahrestag des Durchbruchs an der Oder – sie finden am 16. April statt und erinnern an die Ereignisse vom Ende des 2. Weltkrieges und die während dieser Operation gefallenen Soldaten, die auf dem Soldatenfriedhof in Stare Łysogórki bestattet sind.

Oderflößerei – Fahrt über die Oder, die veranstaltet wird, um für die touristische und Freizeitnutzung der Oder sowie für die Woiwodschaft Westpommern entlang der gesamten Route der Flößfahrt zu werben. Die Flößfahrt dauert etwa zwei Wochen und endet Mitte Juli in Stettin.

Stadtfest Cedynia (Dni Cedyni) – jedes Jahr in der zweiten Julihälfte, am Jahrestag der Ereignisse, die mit der Geschichte dieser Gegend in Verbindung stehen, findet ein Reenactment der Schlacht von Cedynia statt. Die Veranstaltung begleitet ein lokaler Jahrmarkt mit verschiedenen Attraktionen für die Einwohner und Touristen, manchmal wird die Feier von einer Konferenz begleitet.

Ausgewählte touristische Wege

Die weiten Terrains des Krzymów-Höhenrückens und der Sandheide, wie auch das landschaftlich stark differenzierte Gebiet der sog. Cedynia-Karpaten (Karpaty Cedyńskie) und der Umgebung des Słubia-Tals, werden von zahlreichen ausgeschilderten Wander- und Radwegen gekreuzt. Zu den meist empfohlenen touristischen Routen im Landschaftsschutzpark Cedynia gehören:

Route 1

Der Radweg „Grüne Oder”, 65 km (Krajnik DolnyZatoń DolnaBielinekLubiechów DolnyCedyniaOsinów DolnyStary KostrzynekSiekierkiCzelinMieszkowice)

Der ausgeschilderte Radweg verbindet sowohl natürliche Elemente, die sich auf die Landschaft und die einzigartige Natur der Region beziehen, als auch geschichtlich-kulturelle Aspekte in Form von zahlreichen Denkmälern oder Gedächtnisorten. Während des Ausflugs können wir das berühmte Tal der Liebe in Zatoń Dolna besichtigen, durch die Schluchten des Naturschutzgebietes Bielinek wandern sowie auf den Gipfel des Czcibor-Berges aufsteigen, um in Erinnerung an die berühmte Schlacht des 10. Jh. den Blick auf die Polder des Odertals zu genießen.

Route 2

Wanderweg entlang der roten Strecke durch die Sandheide, 28 km (ChojnaStokiFindlinge „Zwillinge”Lubiechów GórnyCedynia)

Die Strecke, die man beinahe als einen Bergweg bezeichnen kann, führt zwischen Moränenhügeln, die manchmal über 150 m ü. M. hoch hinausragen. In den sechs Stunden des langen Fußmarsches kann man die mächtigen Findlinge „Zwillinge” und das malerische Naturschutzgebiet des Flusses Świergotka besichtigen.

Route 3

Der Wander- und Radweg entlang des Słubia-Tals, 14 km (MoryńStare Łysogórki)

Die Strecke ist nicht ausgeschildert, jedoch wegen der guten Erreichbarkeit braucht man sich keine Sorgen zu machen, sich zu verlaufen. Bei der Variante für die Wanderer kann man durchaus wagen, die Waldwege und den Weg direkt am Fluss zu nehmen. Die Radfahrer können problemlos über die Straße Moryń – Stare Łysogórki fahren, die im unteren Abschnitt des Flusslaufs von Słubia – dem schönsten – unmittelbar an dem tief ausgeschnittenen Tal verläuft.

Route 4

Der Wander- oder Radweg – Route der Eiszeit, 45 km (ChojnaStokiFindlinge „ Zwillinge”MętnoDolskoMoryńFichtheider SeenMieszkowice)

Eine Route für Langstreckenwanderer mit Erfahrung in Geländemärschen. Die schöne und ausgeschilderte (zuerst mit roter, dann mit blauer Markierung) Strecke führt durch malerische Moränenhügel und Waldgebiete. Zu den schönsten Abschnitten gehört dabei die Wanderung über den Damm der Stirnmoräne zwischen Mętno und Moryń, von wo aus sich den Wanderern fantastische Blicke eröffnen, u. a. auf den einige Kilometer entfernten Turm der Marienkirche in Chojna. Zum Abschluss der Tour eine echte Perle – das Naturschutzgebiet Fichtheider Seen mit einem natürlichen Rückzugsort der Wasser- und Sumpfvögel sowie mit Schilf- und Waldpflanzenkulturen.

Route 5

Der Lehrpfad im Naturschutzgebiet Bielinek Der fast 6 km lange Fußmarsch durch trockene und oft sehr erwärmte Schluchten von Bielinek gehört zu den interessantesten Bildungsausflügen im Landschaftsschutzpark Cedynia. Dank den Infotafeln und zahlreiche Aussichtspunkten wird die Strecke zwischen der Schlucht Storczykowa und der Schlucht Markociński zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Route 6

Der Lehrpfad im Naturschutzgebiet Zehdener Heide

Der im Gelände markierte und ausgeschilderte Weg ermöglicht die Besichtigung eines Bereichs, der bisher als unzugänglich galt, man kann dabei die von Heidenkrautteppichen bedeckte Moränenlandschaft bewundern, die sich während der Blütezeit im Herbst besonders prachtvoll präsentieren. Während der Tour kann man auch auf einen der Hügel bis zum Aussichtspunkt hochklettern und fast wie aus der Vogelperspektive die Mäander der Oder bewundern. Das Naturschutzgebiet verfügt auch über eine reiche geologische und historische Vergangenheit, die auf den im Gelände ausgestellten Tafeln veranschaulicht wird.

Praktische Informationen

Bearbeitung des Textes:

Tomasz Duda, Małgorzata Duda auf der Grundlage des Materials des Landschaftsschutzparksverbundes der Woiwodschaft Westpommern sowie aus Kanon krajoznawczy województwa zachodniopomorskiego [Landeskundlicher Kanon der Woiwodschaft Westpommern]. Szczecin 2014